GEMA will Gebühren-Erhöhung
bis zu 600% durchsetzen


22.06.2009 - Die von der GEMA geplante Erhöhung gewisser Abgaben um bis 600% könnte vor allem auf dem Rücken kleiner Konzerte und deren Veranstalter ausgetragen werden. Das jedenfalls fürchten die Verantwortlichen einer Petition, Hauptpetentin Monika Bestle, die die Pläne der GEMA vor das Parlament (dem deutschen Bundestag) bringen wollen. Hier ihre Bitte:

Hallo Freunde,
dies ist eine wirklich große Bitte an euch alle, an der folgenden Petition des Bundestages teilzunehmen.

Die Registrierung ist sicher und läßt sich innerhalb von 2 Minuten bewerkstelligen. Die Datenschutzerklärung ist in Ordnung und zur Zustimmung braucht es dann nurnoch einen einzigen Klick.

Es handelt sich um eine SEHR SEHR wichtige Petition, die ALLE betrifft, die Musik machen, Musik hören, gerne auf Konzerte gehen oder generell einem großen kulturell schadhaftem Mißstand in unserem Land entgegentreten wollen: der Tantiemenverteilung der GEMA.

Das Thema wird nur auf die Tagesordnung unseres Parlaments kommen, wenn bis zum 17.Juli 50000 Unterschriften gesammelt sind. Deshalb bitte ich euch alle diesen Aufruf an eure Freunde weiterzuleiten und möchte insbesondere Musiker, Blogbetreiber und Journalisten um die Bekanntmachung der Petition und zum Aufruf an der Teilnahme bitten.

Insbesondere geht es hierbei um die von der GEMA beabsichtige Erhöhung der Gebühren bei Live Musik um 600% (!!). Dies wird nicht nur den Veranstaltern schaden, manche, vor allem kleinere Konzerte unmöglich machen, die Preise für Veranstaltungen erhöhen, es ist auch nicht zum Nutzen der Musiker (wie man eigentlich erwarten könnte). Durch einen überaus komplexen Verteilungsplan, welcher u.a. Radioairplays (es werden Deutschlandweit nur 25 (!!) Sender ausgewertet), Chartpositionierungen (die Erstellung der zur Auswertung kommenden Charts ist sehr fragwürdig), Unterscheidung zwischen E- und U-Musik (E ist sogenannte ernste Musik, in erster Linie Klassik, U ist Unterhaltungmusik) beinhaltet, werden die von der GEMA eingenommenen Gelder nicht direkt den auftretenden Künstlern zugewiesen, sondern landen erst in einem "großen Topf".

Da fast alle Independent-Artists weder auf Airplay, TV-Sendungen, oder Charterfolge, etc. verweisen können, werden die Einnahmen vor allem Majorlabel-Artists, Lady Gaga, Musikantenstadl und Co. zu Gute kommen. Es klingt abgedroschen, aber es handelt sich hier um die Realität! Kleinere und mittelgroße Künstler (also der größte Teil) werden von der Erhöhung der Gebühren in der GEMA-Sparte Livemusik kaum profitieren! Im dreistelligen Euro- Bereich eingenommene Gebühren können hier schnell zu einem Centbetrag zusammenschrumpfen.

Bitte nehmt euch die Zeit!


Die Petition:
Die notwendige Anzahl von mindestens 50.000 Stimmen wurde bereits am 23.6.2009 bereits erreicht. Mehrere tausend Stimmen innerhalb von 24 Stunden. Das zeigt deutlich, dass die GEMA ihr Geschäftsmodell dringend überdenken sollte.

17.07.2009 - Die Petition ist nun mit 106575 Stimmen im Status der parlamentarischen Prüfung.

Auch wir in Essingen haben immer wieder so unsere Probleme mit der GEMA. Deswegen habe ich diese Petition unterstützt und ich danke allen Essingerinnen und Essingern, die dieses ebenfalls getan haben. Ich werde nach Möglichkeit versuchen, diesen parlamentarischen Prozeß zu begleiten uns hier zu berichten.

Robert Weberstetter
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