Mord an der Liebesinsel

25.07.2010 - Was für ein Mensch muss das sein, der gezielt und geplant einen Baum vernichtet, indem er ihn ringsum bis zu 10 cm tief einsägt. Er beraubt ihn damit seiner Lebenskraft, der Zufuhr von Nährstoffen – das Ende ist vorprogrammiert.

Beschädigungen sind in den Weinbergen immer wieder vorgekommen. Meistens war es unabsichtlich oder Streiche dummer Jungen. Auch an der Dorfgrenze machten die Schäden nicht halt. Neben anderen Winzern berichtet Kuno Volz von Beschädigungen an den Reben der Rankbögen an den Essinger Ortseingängen.

Er selbst habe diese Reben – eine pilzresistente Rebe der Sorte Muscat-Bleu – gepflanzt und gehegt. Dennoch seien im ersten Jahr an allen drei Rankbögen Beschädigungen der Pflanzen festzustellen gewesen – von leichten Schäden mit Spritzmitteln bis zum Ausreißen einer ganzen Pflanze. Dies sei aber wahrscheinlich unabsichtlich durch Mäharbeiten der Straßenmeisterei passiert.

Was an der Liebesinsel passiert ist, ist mit einem Streich oder Unachtsamkeit nicht mehr entschuldbar. Wer läuft schon mit einer Kettensäge in der Tasche durch die Gegend? Nein, die tödliche Beschädigung der Birken an der Liebesinsel war geplant und ist mit krimineller Energie durchgeführt worden.

Auch für Bürgermeister Hartmut Doppler ist die Sache vollkommen unverständlich. Er war sichtlich fassungslos, wie ein Mensch sich so an einem Baum vergehen könne. Selbstverständlich habe man Anzeige erstattet und auch einen Verdacht, der sich ergeben habe, den Beamten mitgeteilt. Aber ohne Hinweise aus der Bevölkerung und vor allem ohne Beweise werde das Finden des Täters schwierig werden. Er hoffe dennoch, dass man den Schuldigen ausfindig machen könne.

Die Gemeinde werde natürlich wieder einen neuen Baum pflanzen, da dieses einfach zum Gesamtbild der Liebesinsel dazu gehöre. Doppler ruft deshalb alle Mitbürger auf, Augen und Ohren offen zu halten, einmal um Hinweise auf den Täter zu erhalten und zum Anderen, um nach einer Neupflanzung dieses neue Wahrzeichen der Liebesinsel zu schützen. Es könne nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass der Täter dem neuen Baum wieder zu Leibe rückt.

Sollten Sie meine Damen und Herren, irgendetwas zu der Aufklärung des Sachverhaltes beitragen können, so zögern Sie bitte nicht, Ortsbürgermeister Hartmut Doppler (06347-2332 oder 06347-982834) zu informieren. Gerne können Sie sich auch hier mit der Redaktion (0170-8753264 oder 06127 9094039) in Verbindung setzen. Auf Wunsch wird Ihre Mitteilung auch vertraulich behandelt.




Leider mussten die Bäume trotz vieler Überlegungen um ihre Rettung gefällt werden.


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